Valentinesday or a day like everyone else?

Es ist Feber – so schnell kann’s gehen. Ich sehe mich noch in London das Neue Jahr feiern und in Marrakesh meinen Pfefferminz Tee trinken und schwuppdiwupp ist das alles schon wieder ein Monat her. Nachdem bereits Februar ist, kann auch der berühmt berüchtigte Valentinstag nicht mehr weit weg sein. Erkennt man auch leicht in den Geschäften an den über und über gefüllten Verkaufsständern mit Schoki oder anderen Liebesprodukten für deinen Herzensmensch. So hat auch die Konsumindustrie zwischen Neujahr und Ostern einen Tag gefunden, auf den sie sich freuen und wieder mit Milliarden Umsätzen rechnen können. Dabei hat die Geschichte des Valentinstages ja einen ganz anderen historischen und romantischen Hintergrund.

Das Brauchtum dieses besonderen Tages geht auf das Fest des heiligen Valentinus zurück, welcher Soldaten traute, denen das Heiraten verboten war und Gottesdienste für Christen feierte, welche vom Römischen Reich verfolgt wurden. Valentin war Priester in Rom, welcher 269 den Märtyrertod erlitt und in Rom begraben wurde. Der Gedenktag des hl. Valentinus wurde am 14. Februar von Papst Gelasius im Jahre 469 für die gesamte Kirche eingeführt, jedoch 1969 aus dem römischen Generalkalender wieder gestrichen. Verbreitet gibt es jedoch noch um den Valentinstag herum Gottesdiente, in denen Ehepaare gesegnet werden.

Mittlerweile ist der einstige Tag der Liebenden ein Kassenschlager geworden, an denen sich zunehmend die Konsumindustrie erfreut, ebenso auch die Floristen, denn an keinen anderen Tag werden weltweit so viele Blumen verschenkt, wie am Valentinstag. Da bin ich ab und an schon mal froh, dass mein Göttergatte und ich nicht zu diesen Konsumtigern gehören. Wir kaufen bzw. schenken uns so gut wie nie etwas am Valentinstag. Zum einen liegt das wahrscheinlich daran, dass unser Jahrestag auch im Februar ist und zum anderen, dass ich bzw. wir von diesem Konsumwahn sehr wenig halten. Wir machen uns dafür unter dem Jahr hin und wieder kleine Überraschungen oder Geschenke – über Blumen freut man sich natürlich immer als Frau 😉 Aber an diesem Tag, wo sich zigtausende Menschen etwas schenken, hat das für mich keinen Reiz.

Ich finde, dass Geschenke ja auch immer etwas sehr persönliches und individuelles sind, wenn an einem Tag jeder etwas geschenkt bekommt, dann ist es für mich nichts besonderes und einzigartiges mehr. Jeder Käufer und Beschenkte bekommt quasi eine Nummer und irgendwie ist es nur mehr 0815. Dazu wollte ich nie gehören und möchte ich auch nicht, daher freue ich mich immer über Kleinigkeiten unter dem Jahr und nicht nur an einem vorgegebenen Tag. Das macht übrigens auch eine gute Beziehung aus – den Partner ab und an einfach spontan mal zu überraschen, gut essen zu gehen und Zeit zu zweit zu genießen 🙂 In unserer schnelllebigen Zeit wird Zeit miteinander zu verbringen immer wichtige und schätzenswerter. Die Tage rennen, Monate vergehen und ehe man sich versieht, ist ein Jahr schon wieder um. Ich genieße daher umso mehr unsere gemeinsame Zeit, fern von Social Media & Co., denn das ist es, was im Leben wirklich zählt: Zeit mit deinen Liebsten zu verbringen, nicht nur einen Tag besonders machen sondern etwas Besonderes aus eurem gemeinsamen Leben zu machen.

“be who you wanna be, everyone else already exists”

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