Buchbinderei – ein traditionelles Handwerk im 21. Jahrhundert

*WERBUNG durch EINLADUNG / ADVERTISING through INVITATION

In meinem letzten Lifestyle Beitrag ging es darum, das Produkte, Geschenke und auch gewisse Tage (zB: der Valentinstag) nicht einfach 0815 sondern etwas Persönliches und Besonderes sind. In der heutigen schnelllebigen, digitalisieren Welt werden die nicht Mainstreamprodukte immer wertvoller aber leider auch seltener. Wo bekommt man heutzutage noch personalisierte und von Hand hergestellte Produkte? Leider nur mehr in sehr wenigen Fachgeschäften, daher werden diese auch umso wichtiger.

Passend zu diesem Thema bekam ich von der Buchbinderei Strandl aus Linz/Österreich eine Einladung zum 1. Bloggertag. Ich war schon total gespannt, was mich dort erwarten wird. Unter einer Buchbinderei kann man sich wohl das eine oder andere Bild zusammenreimen, dennoch wusste ich nicht so recht, was auf mich zukommen würde. Gerne bin ich der Einladung nach Linz gefolgt, mit im Gepäck meinen Göttergatten und die brennende Frage:

“Was macht eigentlich eine Buchbinderei und wie stellt man ein Buch her?”

Nach einem total unterhaltsamen Nachmittag, gefüllt voller beeindruckender Momente, wurde mir diese Frage auch beantwortet.

Vorweg zu nehmen ist zunächst die maschinelle Herstellung der Bücher, welche wir heutzutage aus fast allen Geschäften kennen. Eine traditionelle Buchbinderei hat mit dieser modernen Art der Herstellung von Büchern nichts gemeinsam. Vielmehr werden in einer Buchbinderei Bücher in liebevoller Handarbeit und mit einer persönlichen Note versehen und gebunden. Bei der Buchbinderei Strandl passiert dies schon seit 1935, es werden jedoch nicht nur Bücher aller Art gebunden, sondern auch

  • Buchreparaturen und Restaurationen
  • Bildeinrahmungen (zB: Hochzeitskleid –> mega tolle Idee )
  • Herzensbücher / Reisebegleiter
  • Komplettpakete für Hochzeiten
  • uvm.

angeboten. Man merkt schon, dass hinter dieser Arbeit weit mehr als nur ein maschinell gefertigtes Buch steckt. Vielmehr steht dahinter eine Geschichte, eine Verbindung zum Buch mit unzähligen liebevoll gefertigten Details.

Aber wie stellt man nun ein Buch her?
Zunächst wird einmal mittels Fräser die Oberfläche bearbeitet, damit in weiterer Folge der Buchleim besser haftet. Anschließend werden die Blätter zur passenden Größe zugeschnitten. Für diese Arbeitsschritte gibt es natürlich entsprechenden Maschinen, bedient werden diese jedoch von Mitarbeitern 🙂 PS: Die Papierreste kommen in den Kindergarten und werden für die Bastelstunde verwendet, dass nenn ich mal eine sinnvolle Verwendung.

Im nächsten Schritt werden die Blätter gefalten und anschließend mittels Faden miteinander verbunden. Die Menge der Blätter kann nach Belieben verändert werden, wir haben sechs Blätter mit sechs Einheiten verwendet – hier ist genug Platz für eure Ideen. Diese Bögen werden mittels Faden und Haftstreifen zusammengehalten. Anschließend werden diese gepresst und im nächsten Schritt verleimt.

Auch einen Bucheinband kann man natürlich selbst herstellen. Dazu benötigt man nur etwas Leim, einen Karton und zwei Papierstoffe, welche man nach Belieben auswählen kann. Für mich gab es passend zu meiner großen Leidenschaft, eine Landkarte als Bucheinband 🙂

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Anschließend wird der richtige Schriftzug auf den Bucheinband gestanzt. Hier ist auch wieder Handarbeit gefragt, denn jeder einzelne Buchstabe wird von Hand in die richtige Reihenfolge und auf das Buch gestanzt.

Als nächstes werden die Löcher in den Bucheinband mittels Bohrmaschine gebohrt – hier waren die Männer gefragt 😉 Danach erhält der Einband seine endgültige Biegung, dies passiert auch durch eine Maschine.

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Im letzten Arbeitsschritt werden die Buchseiten mit dem Einband durch Schnüre verbunden. Hier gilt es, die richtige Technik anzuwenden. Anschließend ist das Buch fertig – klingt doch ganz einfach 😉

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Ich war wirklich sehr überrascht, wieviel Arbeit, Geschick ( bin nicht so das Bastelgenie 😉 ) und Handwerk in der Herstellung von Büchern steckt. Das besonders tolle an diesem Buch ist, dass es auch einen nachhaltigen Zweck erfüllt, da man das Buch immer wieder neu mit Blättern befüllen kann.

Natürlich sind mir auch die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität ein Anliegen. Leider sehen wir in Österreich immer öfter das Phänomen, dass die regionalen Produkte sowie Geschäfte zusehends verschwinden. Heute legen die meisten Menschen leider keinen Wert mehr auf Regionalität und Handarbeit. Daher schätze und unterstütze ich alteingesessene konventionelle Handwerksbetriebe wie die Buchbinderei Strandl. Sie hauchen einem traditionellen Handwerk neues, modernes und kreatives Leben ein und das hat in unserer digitalisierten neuen Welt Zukunft.

Aus einem normalen Tag etwas besonderes machen, aus einem normalen Buch eine Besonderheit, etwas nachhaltiges und individuelles schaffen, das sind Dinge, die in der heutigen Zeit immer wichtiger werden. Vielleicht greift auch ihr bei eurem nächsten Einkauf zu regionalen Produkten und haltet bald etwas Einzigartiges in der Hand 🙂

Mehr Infos zur Buchbinderei Strandl in Linz.

Dankeschön an die Familie Strandl für die nette Einladung, es hat sehr viel Spaß gemacht 🙂

2 thoughts on “Buchbinderei – ein traditionelles Handwerk im 21. Jahrhundert

  1. Liebe Chrisi! Danke dir für diesen wundervollen Beitrag 😍. Es war sehr nett euch kennenzulernen & ihr habt beide tolle Arbeit geleistet 😉.
    Lg aus Linz. Julia

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