Wie viel Konsum ist notwendig?

15. März 2019 – heute ist Weltverbrauchertag. Dieses Thema ist in der heutigen Zeit immer wichtiger und auch mir ein großes Anliegen. Wichtiger, sich darüber Gedanken zu machen, auch mal vor dem Einkauf nachzudenken, ob man diesen oder jenen Gegenstand wirklich benötigt. Sich einfach mal Gedanken machen, ob man wirklich immer das Neueste und Beste benötigt und haben muss oder ob man auch mit weniger auskommt. Ich lebe eher nach dem Motto: “weniger ist mehr”, denn nicht Besitz macht einem glücklich, sondern die Momente im Leben, die das Leben erst lebenswert machen.

Wusstet ihr, dass der Weltverbrauchertag von keinem geringeren als John F. Kennedy gegründet wurde und zwar mit dem Ziel, dass es folgende drei grundlegende Verbrauchsrechte gibt:

  • Recht vor betrügerischer und irreführender Werbung und Kennzeichnung
  • Recht vor gefährlichen und unwirksamen Medikamenten geschützt zu werden und
  • das Recht, aus einer Vielfalt von Produkten mit marktgerechten Preisen auszuwählen.

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Wenn man sich diese drei Punkte so durchliest kann man zusammenfassend eigentlich eines klar feststellen: von einer transparenten, nicht irreführenden und richtig gekennzeichneten Werbung und Produktplatzierung sind wir weit entfernt. Traurig genug, mit ansehen zu müssen, wie sich die riesigen Industriekonzerne täglich um jeden einzelnen Konsumenten bemühen und welche Methoden dafür eingesetzt werden. Auch der Punkt Produktvielfalt ist ein sehr umstrittenes Thema, denn sind wir uns mal ehrlich, ist es wirklich notwendig, dass jedes Produkt 24 Stunden / 7 Tage die Woche überall verfügbar ist? Das zB. Käse, Wurst, Schinken, uvw. aus unzähligen Ländern im Regal steht in einer derart riesigen Auswahl, dass sich der Konsument nicht einmal entscheiden kann, da man keinen Überblick mehr hat. Die Industrie und auch so manche Endverbraucher halten dies für notwendig. Ich hingegen bin nicht der Meinung, dass diese Auswahl notwendig ist. Erste Trends gehen bereits in die Richtung, weniger ist mehr. Regional und saisonal statt Waren im Überfluss und auch ich kann mich diesem Lifestyle nur anschließen.

Unterstützt man die regionalen Unternehmen, haben wir alle etwas davon. Arbeitsplätze werden in der Region gesichert, geringe Transportwege der Waren (ist zugleich auch besser für die Umwelt) und das Beste ist, das die Konsumenten genau wissen, woher ihre Produkte stammen. Mittlerweile kaufe ich auch lieber am Markt oder bei einem Bauernhof des Vertrauens ein, wo ich genau weiß, woher die Produkte stammen und dafür gebe ich auch gern ein paar Euros mehr aus. Viele Menschen in der Stadt können sich natürlich diesen Luxus nicht leisten, bzw. gibt es hier gar nicht erst die Möglichkeiten, daher verlässt man sich einfach auf die Produktbeschreibungen im Geschäft. Viel zu oft sind diese unzureichend, unkorrekt oder irreführend und im Endeffekt weiß man nicht, was genau man eigentlich isst und wo die Ware ursprünglich herkam.

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Generell leben wir in einer Welt voller Überfluss. Alles ist noch und nöcher vorhanden, keine Produkte sind Mangelware. Beinahe aus der ganzen Welt werden Produkte zum Kauf angeboten, doch was ist daran noch besonders? Wenn sich jeder Mensch überall auf der Welt alles kaufen kann, sind außergewöhnliche Produkte ja nichts besonderes mehr. Genauso ist es meiner Meinung nach nicht notwendig, das man überall auf der Welt jedes Produkt erhält. Auch sollte man sich öfters die Frage stellen, ob man wirklich immer das Neuste und Beste Produkt von allem benötigt, ob man nicht aus einem alten Gegenstand etwas neues schaffen oder basteln kann. Oftmals entstehen hier tolle Ideen und nebenbei ist es auch ein netter Zeitvertreib. Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal shoppen geht.

Sammelt nicht Gegenstände, sondern macht euer Leben durch Momente besonders.

One thought on “Wie viel Konsum ist notwendig?

  1. Hallo Christina, sehr gute Frage. Jedes Produkt zu viel belastet unseren Planeten, unseren Lebensraum. Wir sollten alles daran setzen diesen/unseren Lebensraum zu schützen und so gut als möglich zu erhalten. Bei jeder Konsumentscheidung die Folgen mitbeachten. Oft ist der Hausverstand auch schon sehr hilfreich. alles liebe angelika

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