Work-Life-Blogger Balance – ein Blick hinter die Kulissen

Immer nur unterwegs sein, von einem Megaevent zum nächsten, von einer Traumdestination in die andere reisen, für Firmen Produkte bewerben, zu den coolsten Events eingeladen sein, Hotelaufenthalte bezahlt bekommen uvm. Ja SO stellen wir uns die Megainfluencer des 21. Jahrhunderts vor. Aber was steckt wirklich hinter dieser neuen Berufsform Influencer und Blogger? Ist es wirklich so locker leicht wie es aussieht? Oder einfach nur verdammt viel Arbeit für ein paar Likes? Wie leben die Blogger, Vlogger, YouTuber und Influencer von heute denn so? Gehen diese eigentlich auch arbeiten und wie sieht deren Alltag aus? Fragen gibt es ja genügend rund um dieses Thema. Hier folgt ein kleiner Einblick hinter die Kulissen eines scheinbar grandiosen Lebens 😉

Was machst du eigentlich im realen Leben und wie viel Geld verdienst du mit Instagram und dem Bloggen?
Das sind wohl die häufigsten Fragen, mit denen man als Influencer konfrontiert wird. Nach außen hin sieht dieses kreierte Instagram Leben nahezu perfekt aus. Immer die neuesten Trends vorzustellen, an den besten Locations relaxen und die neuesten Hotspots ausfindig machen. Wenn man das so liest, wird man unweigerlich direkt neidisch auf dieses perfekte Leben. Doch ist es wirklich so perfekt wie es scheint? NEIN. Nein, denn es steckt verdammt viel Arbeit hinter jedem einzelnen Bild und jeder einzelnen Story, jedes einzelne Like ist mühsame Arbeit, endloses Networking und gefühlte hundert verbrachte Stunden auf Instagram stecken dahinter. Viel Arbeit, die niemand sieht und doch ist diese ein wesentlicher Bestandteil des Bloggens. Niemand sieht, wie schwer es oft ist, die richtige Location zu finden, das passende Outfit zu wählen, das Licht sollte auch noch stimmig sein und dann, nach ca. 15-35 geshooteten Fotos für ein (!) Bild sollte wohl ein passendes dabei sein. Doch dann beginnt erst die wesentliche Arbeit: Fotos bearbeiten, den richtigen Content finden, Hashtags wählen und den Insta-Feed abstimmen. Ein professioneller Instagram Feed bedeutet sehr viel Arbeit und eine gute Organisation, denn kein Bild ist zufällig gewählt. Genauso geht’s uns Bloggern auch mit den Blogeinträgen: Ein Thema muss erst mal gefunden werden und anschließend wird recherchiert, der Text geschrieben und ein paar Bilder produziert. Wie ihr schon seht, es steckt hinter dem nahezu perfekten Leben weitaus mehr Arbeit als “nur ein Bild posten”.

All die Arbeit für Instagram & den Blog neben einem normalen Leben, einem Beruf und der Freizeit aufzubringen ist nicht immer einfach – dennoch ist es möglich! Doch wie sieht so eine Work-Life-Blogger-Balance denn aus?
Ich habe einen Vollzeitjob, bin verheiratet, habe einen Haushalt zu schmeißen – inkl. zwei Mietzen 😉 – und schaffe es auch recht regelmäßig zu Family & Friends. Neben all dem kümmere ich mich um meinen Instagram Account und meinen Blog. Tja wie das geht? Mit einer guten Organisation, einem starken Willen, viel Unterstützung von meinen Liebsten und verdammt viel Arbeit ist das möglich. Das wichtigste dabei ist dennoch eine gute Organisation zu haben, Fotos im Vorhinein zu produzieren, den ungefähren Content bereits zu kennen, den Insta-Feed auch im Voraus zu planen und ebenso den Blogcontent bereits zu kennen. Bis man einmal seinen gewissen Rhythmus gefunden hat, ist es etwas holprig aber mittlerweile – nach einem Jahr – läuft’s wie von selbst. Die richtige Organisation zu haben ist wichtig, denn man muss wissen, wie man sich seine Insta- & Blogarbeit aufteilt, wann man Fotos macht, wann man sie bearbeitet, den Feed zusammenerstellt, InstaStories macht, etc. Ich mache meine “InstaArbeit” immer unter der Woche am Abend, Fotos werden meist nur am Wochenende gemacht und InstaStories nur so, wie ich Zeit dafür finde. Ein paar Stunden am Samstag nehme ich mir dann meistens Zeit für meine Blogeinträge. Danach hab auch ich Wochenende – oder gibt’s das eigentlich bei Influencer nicht?

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Immer online zu sein, immer in der virtuellen Welt präsent zu sein, alles mit der Community zu teilen – ist das wirklich notwendig?
Um eine gute Life-Instagram Balance zu haben, finde ich, ist es nicht notwendig, dass man wirklich jeden Schritt in den Sozialen Netzwerken teilt. Ich für mich teile zum Beispiel keine Foodfotos, denn hier wird für mich persönlich die Privatsphäre überschritten. Diese Grenze muss bzw. sollte jeder für sich selbst finden, was noch in Ordnung ist und bei welchen Alltagsdingen es einfach keine Social Media Begleitung gibt. Ebenso genieße ich am Sonntag immer die gemeinsamen Stunden mit meinem Göttergatten, daher kommen die InstaStories auch oft erst viel später online oder gar nicht. Instagram ist wichtig, aber noch wichtiger ist die Zeit außerhalb der perfekten Welt – nämlich im realen Leben. Man darf auch nicht vergessen, dass man, egal ob Instagrammer, Youtuber oder Blogger, auch immer unter Druck steht, sinnvollen Content zu kreieren und eine konstant gute inhaltliche Qualität regelmäßig zu liefern. Daher schätze ich die Social Media Auszeiten sehr und gönner mir auch in regelmäßigen Abständen eine #metime auch um wieder Kraft zu schöpfen und wieder kreativ sein zu können. Dazu kann ich auch nur jedem raten, bewusste Auszeiten in unserer schnelllebigen Zeit zu nehmen. Das Handy wegzulegen oder zu Hause lassen und sich um andere Dinge kümmern, denn es gibt so vieles was weitaus wichtiger ist als ein Like zu bekommen.

Nahezu perfekt sieht es aus, dass Instagram Leben, doch das ist es nicht, denn dahinter stehen auch nur Menschen. Die meisten davon haben sich die Influencerrolle hart erarbeitet und viel dafür getan, dass man sich wirklich auch als solches bezeichnen kann. Vor allem steckt sehr viel Arbeit und Liebe zum Detail dahinter, Leistung, die sich eben durch viele Likes, eine tolle Community und auch Kooperationen bezahlt macht mit einer Work-Life-Blogger Balance, die es ohne Unterstützung, harter Arbeit und einer Vision nicht geben würde.

life is as perfect as your instagram feed can be 😉

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