OSTERN, das große Fressen und wieso weniger oft mehr ist

Da waren sie wieder – unsere lieben Feiertage. Was haben wir uns schon darauf gefreut, mit Familie und Freunden gemeinsame Zeit zu verbringen, altem traditionellen Brauchtum nachzugehen und uns endlich, nach der langen Fastenzeit, die Bäuche wieder vollzuschlagen. Unzählige Süßigkeiten geschenkt bekommen die dann sicherlich noch bis Weihnachten in der Speis verharren. Und am Freitag vor dem langen Wochenende werden nochmals die Geschäfte geplündert – man weiß ja nie, wie viele Gäste man bekommt 😉 Das alles ist ja der Sinn und Zweck von Ostern, oder gab’s eigentlich einen anderen Grund?

Oftmals kommt mir es so vor, dass wir den Sinn von selbstverständlichen Sachen vergessen, genauso auch von Festtagen. Leider werden wir immer öfter von der Industrie, den Medien & Co so geblendet, dass wir den Grund von Feierlichkeiten aus den Augen verlieren. Genauso ist das auch mit dem höchsten katholischen Feiertag – der Auferstehung. Nicht das ich hoch gläubisch oder ein Kirchenfanatiker bin, nein, dass nicht, dennoch sollte man den Sinn und Zweck von Festlichkeiten nicht vergessen. Heutzutage geht einfach alles so schnell vorüber, dass man meist nur anhand der Geschäftsdekoration den nächsten feierlichen Anlass erahnt. Genauso sind seit Februar die Läden vollgeräumt mit unzähligen Schokohasen und Eiern in diversen Sorten und Geschmacksrichtungen. Eine irrsinnige Auswahl, die man in dieser Form eigentlich gar nicht benötigt – doch der eigentliche Sinn der Ostern bleibt hier auf der Strecke – denn nur der Konsum steht heutzutage im Vordergrund. Der Konsum und eine materiell ausgerichtete Umwelt, denn es zählt nur, wer wie viel wann und was geschenkt bekommen hat und ob’s wohl das neueste Hightech Gerät war. Aber ist es wirklich das, was im Leben zählt? Wie viele Dinge ich vorweisen kann?

Oder sind es die Momente, für die wir gelebt haben, die Erinnerungen die unvergesslich sind mit den Menschen die uns wichtig sind.

Der eigentliche Sinn von Ostern fängt ja schon mit der Fastenzeit an. Diejenigen unter uns, die sich für das Fasten entscheiden, entscheiden sich meist auch für die Entschleunigung und den Verzicht von gewissen Dingen. Entschleunigung deswegen, da es sich mit weniger Ballast einfach leichter lebt, oder etwa nicht? Ich finde schon, öfter einmal mal nach dem Motto: “weniger ist oft mehr” leben. Brauchen wir wirklich von materiellen Dingen immer das Neueste? Benötigen wir wirklich eine Lebensmittelauswahl von nahezu der ganzen Welt? Ist es notwendig, dass wir überall 24 Stunden / 7 Tage die Woche shoppen bzw. konsumieren können? NEIN, einfach nein. Ich finde nicht, dass dieser Luxus notwendig ist. Vor 10/15 Jahren war dieser digitale Fortschritt nicht einmal denkbar und nun befinden wir uns mitten drin. Daher ist es umso wichtiger, mit dieser schnelllebigen Zeit richtig umzugehen. Sie sinnvoll nutzen und sich trotzdem genügend Auszeit und Entschleunigung einräumen. Auszeit – die wir oft dringend nötig haben um einfach das Leben um uns herum wahrzunehmen und zu genießen. Dafür bietet sich die jährliche Fastenzeit perfekt an, doch noch wichtiger ist es, sich regelmäßig eine Auszeit zu gönnen. Auch bewusst an den Feier- bzw. Festtagen die Zeit mit euren Liebsten genießen und einfach mal das Handy wegpacken oder zu Hause lassen. Gespräche, das Miteinander und vor allem die Zeit miteinander ist einfach das wertvollste Geschenk.

Gerne neigen wir zu maßlosen Übertreibungen, immer muss alles im Überfluss vorhanden sein, dabei würden wir auch mit wenigem auskommen – vielleicht sogar besser als wir denken.

Umso weniger du besitzt, umso mehr schätzt du, was du hast.

In den letzten Jahren habe ich gelernt,  mit weniger zu leben und es lebt sich einfach viel besser. Man trägt weniger Ballast mit sich rum, reduziert sein Hab und Gut auf das wichtigste bzw. notwendigste. Wie das geht? Ganz einfach mit Disziplin, einen starken Willen und einer gesunden Einstellung. Oftmals sind es schon die kleinen Dinge im Leben, die großes bewirken. In der Regel genügt es auch, einfach mal im Geschäft innezuhalten und kurz nachzudenken, ob man das T-Shirt wirklich benötigt oder ob nicht im Schrank noch genügend andere Shirts hängen, die noch nie getragen wurden. Ob die Innendeko wirklich notwendig ist oder doch wieder nur ein weiterer Staubfänger neben den anderen Errungenschaften sein wird. Oder ob die dritte Packung Haribobärchen wirklich notwendig ist oder doch ein selbstgemachter Kuchen bzw. der Verzicht auf Süßes besser wäre 😉 Tipp: Einfach sich schon vor dem Shoppen bzw. währenddessen Gedanken darüber machen, ob man dieses oder jenes wirklich benötigt oder ob man das eine oder andere nicht doch selbst backen, basteln oder kreieren kann – frei nach dem Motto “do it yourself” – ist übrigens heuer wieder stark im Trend 🙂

Entschleunigung, sich bewusst eine digitale Auszeit nehmen wird einfach immer wichtiger und sollte fester Bestandteil unserer Freizeitplanung werden. Bewusst einen Tag – oder wem das zu lange ist – einen halben Tag eine Social Media Auszeit gönnen. Einfach mal das Handy weglegen, versuchen nicht drauf zu sehen, keine Mails checken, nicht durch den Insta oder Facebook Feed scrollen. Sondern einfach mal den nahenden Sommer genießen, die Zeit mit euren Liebsten verbringen, Sport betreiben oder einer anderen Lieblingsbeschäftigung oder Hobby nachgehen. Danach fühlt man sich einfach besser, je öfter man sich eine me time gönnt, je mehr freut man sich schon darauf und kann sich die Auszeit bald schon nicht mehr wegdenken. Auszeiten, Qualitytime und besser ein bisschen weniger als mehr –> diese Aspekte werden in unserem Leben immer bedeutender. Genauso ist einfach die Zeit mit unseren Liebsten das wichtigste überhaupt,  schätzt und genießt diese immer.

Life is precious – take care of it

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