Die Wege zum Genuss führen durch das schöne Schilcherland / Steiermark

Rating: 5 out of 5.

„Erholung pur zwischen sonnigen Weingärten, gemütlichen Rad- und Wandertouren, feiner Kulinarik und Weingenuss.

*INVITATION, Einladung in Kooperation mit Schilcherland Steiermark

Das alles verpackt in einem wunderschönen Wochenende in der Weststeiermark / Österreich – klingt doch fast zu schön um wahr zu sein, findet ihr nicht? Denn Urlaub im Jahr 2020 ist ja leider so ein Thema für sich. Soll man einen Urlaub im Ausland riskieren oder doch lieber die Heimat erkunden und noch besser kennen lernen? Ich hab mich zumindest mal bis zum Herbst für die letztere Variante entschieden und kann euch das sehr ans Herz legen. Österreich hat einfach so so wunderschöne verborgene Plätze zu bieten, da zahlt sich ein Besuch in einem oder anderem Nachbarsbundesland schon sehr aus. Vor allem entdeckt man immer wieder neue noch unbekannte Orte und findet dort und da ein gemütliches Plätzchen oder sogar einen neuen Lieblingsurlaubsort.

Ganz nach dem Motto “Urlaub in Österreich” ging es Anfang Juli ins schöne Schilcherland im Süden der Steiermark. Für mich ist es immer wichtig, dass ich mich an meinem Urlaubsort von Anfang an wohl fühle und hier hatte ich dieses Gefühl sofort. Bestimmt lag es an der abwechslungsreichen Hügellandschaft, der herzlichen Begrüßung und dem guten regionalen Essen 🙂 Diese drei Tage durfte ich übrigens im Hotel Zur Alten Post**** im Ort Schwanberg verbringen. Das war sicherlich ein Highlight an diesem Wochenende, denn hier wird Tradition, Familie und Kulinarik ganz groß geschrieben. Besonders toll fand ich auch, dass das Hotel zugleich Gasthof und Fleischerei ist und bereits seit über 90 Jahren als Familienbetrieb in dritter Generation geführt wird. Da lohnt sich ein morgendlicher Schlemmergang durch das hauseigene Geschäft, denn hier findet man neben den zahlreichen selbstgemachten Fleisch- und Wurstspezialitäten auch viele heimische Produkte wie den Schilcher, das bekannte steirische Kernöl, diverse Kürbisprodukte, Weine, Säfte, Obst, Gemüse und noch vieles mehr. Auch um einen kleinen Rundgang im netten Ort kommt man nicht umhin, da hat die Josefikirche einfach einen zu schönen Ausblick 🙂 Übrigens gibt es in Schwanberg seit kurzem auch ein Heilmoorbad – pure Naturkraft aus dem Hochmoor von Garanes, welches auf 1.300m Seehöhe liegt und somit zum höchstgelegenen Heilmoor Österreichs zählt.

Los ging es am Donnerstagabend mit einer Führung am Weingut-Buschenschank Hiden vgl. Höllerhansl in St. Stefan/Stainz. Wer hier an ein altes Weingut denkt ist wahrlich falsch, denn der moderne stilvolle Hof der jungen Winzerfamilie kann sich definitiv sehen lassen. Zeigen lassen kann sich übrigens auch die tolle Aussicht inmitten der Weinberge. Wer hier gemütlich die Seele baumeln lassen möchte, kann sich jederzeit einen Picknickkorb schnappen und bei schönem Wetter die atemberaubende Kulisse bestaunen. In den rund 10ha Weingärten wird in erster Linie der bekannte Schilcher in all seinen Variationen angebaut. Mühsame Arbeit, handverlesene Trauben, schonende & rasche Verarbeitung sowie modernste Technologien sind perfekt miteinander abgestimmt und ermöglichen hochqualitative Weine. Die Auswahl reicht vom Schilcher Klassik, Welschriesling, Sauvignon blanc, Chardonnay, Blauer Zweigelt bis hin zu den Süßweinen, Sekten & Edelbränden.
Tipp: Hier müsst ihr unbedingt einen Stopp einlegen und am besten bei Schönwetter im Weingarten flanieren 🙂

Am Freitag startete der Tag erst mal mit einem gemütlichen Frühstück im Hotel Zur Alten Post**** um dann gestärkt mit den E-Bikes durch das Schilcherland zu touren. Da uns zu Beginn das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung machte, wurde das Programm kurzerhand geändert und wir fuhren mit dem Bus zur ersten Station des Tages – der Burg Deutschlandsberg. Nicht nur die Aussicht macht das mittelalterliche Schloss sehenswert sondern auch das Burgmuseum Archeo Norico mit seinen Ausstellungen. Ausführliche Führungen und Berichte geben einen tollen Überblick über die Geschichte der Burg, Fundmaterial wie Steingeräte und typische Keramik können ebenfalls betrachtet werden. Im obersten Stock der Burg ist eine tolle Aussichtsplattform errichtet worden mit einem fantastischen Weitblick über die Umgebung.
Mein Fazit: Ein gutes Alternativprogramm bei Schlechtwetter und definitiv sehenswert.

Die zweite Station am Programmpunkt war die Wolfgangikirche in Hollenegg. Bei Schönwetter bietet die Lage einen hervorragenden Rundumblick über die weststeirische Hügellandschaft. Auch bei Wallfahrer ist die Kirche sehr beliebt, da Erzählungen zufolge ein Spaziergang rund um die Kirche Kraft, Ruhe und kein Kreuzweh mehr verspricht – das hab ich doch glatt ausprobiert 😉 Weiter ging es nach Schwanberg zur Josefikirche, welche durch die malerische Fassung des Innenraumes besonders hervor sticht. Nicht nur die Kirche sondern auch der wunderschöne Ausblick haben mich definitiv fasziniert. Da mein Hotel ja in Schwanberg war, hab ich es mir nicht nehmen lassen und hab am nächsten Tag den Sonnenaufgang von der Josefikirche aus bewundert – was für ein Ausblick, da wird das frühe Aufstehen immer wieder belohnt.

Zum Mittagessen legten wir einen Stopp im Gasthaus Pauritsch in Garanas ein. Der Traditionsbetrieb liegt auf 690m Seehöhe und bietet ein gemütliches uriges Ambiente, im Sommer natürlich auch mit Terrasse und schöner Aussicht ins Sulmtal. Neben dem Ausblick genießt man hier die kulinarischen Schmankerln wie Forelle im Sterzmantel, Damwildbraten mit hausgemachten Apfel-Rotkraut oder handgeformte Semmelknödel aus eigener Landwirtschaft – denn auf den Teller kommen hier nur saisonale Produkte aus dem eigenen Obst- und Gemüsegarten. Gestärkt vom Mittagessen haben wir uns dann doch noch auf das E-Bike von XXL-Sports geschwungen und sind Richtung Wielfresen losgeradelt. Genauer gesagt haben wir den Sulmwasserfall besucht, welcher das Quellgebiet des Weissen Sulms mit dem Oberlauf verbindet. Der Oberlauf der Sulm zwischen Wernersdorf und der Wiel bildet einen Canyon ähnlichen Taleinschnitt mit steilen Flanken und flacher Flussstrecke. Mit der höchsten Steilstufe auf 1.050m stürzt der Weisse Sulm über mehrere Felsentreppen 150m ab, ein besonderer Hingucker dabei sind die Steintafeln und Gesteinsformationen. Der Wasserfall ist von der Bundesstraße aus über einen leichten Wanderweg binnen weniger Minuten erreichbar und bietet auch im Sommer ein kühles Plätzchen für eine Rast nach einer längeren Bike Tour.

Nach dieser kleinen Verschnaufpause ging es weiter zur sechsten Station, dem sogenannten Hohlfelsen, Hohlkogel oder Eklogitfelsen in Wies, am Ausläufer der Koralm liegt diese geologische Besonderheit. Direkt an der Bundesstraße ist der Eingang zur mystischen Steinwelt und hier kann man dann staunen, erkunden, berühren und sogar mit nach Hause nehmen. Ja da habt ihr richtig gelesen, denn es gibt beim Hohlfelsen sogar einen eigenen Klopfplatz, wo man ein Stück Felsen selbst mit Hammer und Meißel bearbeiten darf. Auch ist es möglich, einen kleinen Rundgang um das spektakuläre Gestein zu gehen. Weiter ging unsere kleine Rundtour Richtung Wielfresen zur Strutzmühle – einem einzigartigen Kulturgut in der Weststeiermark. In liebevoller Kleinarbeit hat Peter Fürbass diese alte doppelgängige Mühle wieder aufgebaut und führt auf Wunsch gerne durch die Mühle. Da die Mühle voll funktionsfähig ist kann man beim Schaumahlen einen kleinen Einblick in das frühere traditionelle Handwerk erlangen. Neben der Mühle lädt das urige Plätzchen mit fangfrischen Fisch und Trank zum Verweilen ein. Übrigens war die Strutz Mühle auch Schaupunkt in der beliebten Sendung 9 Plätze 9 Schätze.

Und dann waren wir auch schon fast am Ziel – die vorletzte Station war die Schilcherei Jöbstl, passend am Schilcherberg 1 in Wies. Auch hier wurden wir wieder sehr herzlich begrüßt, da spürt man einfach die unendliche Begeisterung und Leidenschaft für das Handwerk, denn hier wird seit dem 17. Jahrhundert Grund und Boden bearbeitet. Neben den herrlichen Weinen und dem tollen Ambiente inmitten der Weingärten muss man sich einfach wohlfühlen. Hier dürften wir uns durch eine kleine Auswahl an Weinen kosten und waren mehr als nur begeistert. Neben den traditionellen Schilcher Weiß & Rot findet man auch den Schnürlwein, Portwein, Sauvignon blanc, Muskateller, Sekt, Säfte und vieles mehr. Übrigens sind 95% der Produkte vegan und ohne tierische Hilfsmittel hergestellt.
Tipp: Ein bisschen Zeit mitbringen und zu einer Weinverkostung inkl. Weinbeschreibung und Vorstellung des Betriebes vorbei sehen – das lohnt sich 🙂

Die letzte Station an diesem ereignisreichen Tag war die Wein- & Genusswelt Garber in Eibiswald direkt an der Schilcherweinstrasse inmitten der einmaligen Hügellandschaft. Gerade pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir am Panoramaturm eingetroffen, haben dort nochmals den Tag Revue passieren lassen und die Aussicht genossen. Die mega leckere Jause, der gute eigene Wein, die schöne Weitsicht und das gemütliche Zusammensitzen haben den Abend perfekt abgerundet. Alle Produkte sind übrigens aus der eigenen Produktion, sogar das Brot ist hausgemacht und die freilaufenden Wollschweine kann man auch jederzeit besichtigen. Aussicht, Wein & Genuss auf hohem Niveau – unbedingt auch ein must-see.

Bevor es am Samstag schon wieder nach Hause ging, stand noch ein Besuch beim Genussschilchern in St. Stefan ob der Stainz am Programm. Hier öffnen die regionalen Genussspezialisten ihre Türen und man hat die Qual der Wahl. Ich hab mich für einen kleinen Abstecher zum Wein & Genussladen Kleindienst entschieden. Ein ganz besonderer Hof mit viel Herzlichkeit, Regionalität und Genussmomenten. Neben dem Schilcher Klassik, Sekt sowie den Sauvignon blanc, Cuvee und Muskateller findet man hier auch Gelees, Rosenblütensirup oder -zucker, verschiedenste Lavendelblütensirup und -salze sowie etliche Kräuter, Blüten und Gewürze. Tolle Produkte, welche sich auch super als Geschenksidee eignen. Auch hier wird natürlich alles selbst hergestellt, gerne kann man auch an Wildkräuterkursen teilnehmen.
Und hier hab ich auch meinen neuen Lieblingssommerdrink gefunden – UPPER ALL den müsst ihr einfach mal probiert haben 🙂

Mein Fazit:

Das Schilcherland bietet eine wunderschöne herrliche Landschaft mit unfassbar schönen Ausblicken, ganz vielen verborgenen Plätzen und Highlights. Die Region kann man bei gemütlichen Wanderungen oder Bike Touren erkunden, hier hat man genau die richtige Mischung aus Aktivurlaub und Genussreise. Neben den sportlichen Aktivitäten steht die Gaumenfreude und der Weingenuss im Vordergrund, umrundet von viel Herzlichkeit, Leidenschaft, Regionalität und Familienbetrieben. Hier fühlt sich Urlaub wie Zuhause an und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch ihr euch in der Weststeiermark sehr wohl fühlen werdet.

“Stossen wir an
auf die Liebe,
das Leben und
die Leichtigkeit des Seins.”

Mehr Infos über die Region, Anreise, Unterkünfte etc. findet ihr auf Schilcherland Steiermark.
Schilcherland Steiermark
Rathausplatz 4
8510 Stainz
Tel.: +43 (0) 3462 7520
E-Mail: office@schilcherland.at
http://www.schilcherland.at

Hier findet ihr eine Übersicht von allen E-Bike Verleihmöglichkeiten im Schilcherland.

Kontaktdaten Hotel Zur Alten Post****
Hauptplatz 20
8541 Schwanberg
Tel.: +43 (0) 3467 / 8264
E-Mail: office@mauthners.at
http://www.mauthners.at

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s