Februar – das Monat der Narren & der Liebe

“Manchmal ist eine andere Perspektive der Schlüssel zum Erfolg”

Vor nicht allzu langer Zeit herrschte im bzw. um den zweiten Monat des Jahres heftiges Treiben, allerlei Stress und Hektik. Aber wie schon bei etlichen Dingen im letzten Jahr, ist es auch mit dem Februar so eine Sache, ausgiebig bei Faschingsumzügen, -sitzungen oder -veranstaltungen wird heuer nicht die Freizeit verbracht, auch keine romantischen Candle Light Dinners im Lieblingsrestaurant stehen auf der Tagesordnung am Valentinstag. Vielmehr bleiben wir höchstwahrscheinlich wieder Zuhause, in unseren eigenen vier Wänden und machen, wie schon die letzten 11,5 Monate – einfach das Beste aus der Situation. Entschleunigung delux – quasi, denn im Grunde reden wir hier ja von Luxusproblemen – klar nervt alles und jeder möchte wieder dort weitermachen, wo wir 2019 aufgehört haben, dennoch sind all unsere Klagen, unsere aufgezählten Leiden und Problemchen in den letzten Wochen und Monaten ja wirklich nur Kleinigkeiten. Wir sind gesund, haben ein Dach über den Kopf, täglich was zum Anziehen, eine warme Mahlzeit – uns geht es nicht schlecht. Sieht man ein wenig über die Landesgrenzen hinaus, kann sich das schlagartig ändern. Ja ich weiß, man muss gar nicht soweit sehen, oftmals reicht auch ein Blick um die Ecke, denn auch bei uns gibt es genug Menschen, welchen es nicht so gut geht, welche sich nicht über all die banalen Dinge des Lebens glücklich schätzen dürfen. Was ich damit sagen will ist, dass wir oftmals zu voreilig, zu laut uns über materialistische Dinge aufregen, dabei sind das nicht wichtige Dinge im Leben – sondern nur Luxusprobleme.

Welche Highlights erwarten uns im Feber?

Soweit so gut, was machen wir nun mit dem kürzesten Monat vom ganzen Jahr? Zu allererst sehen wir uns mal an, woher der Name überhaupt kommt: Bis zum 16. Jahrhundert hieß der Feber “Hornung” und wurde erst dann in Februar umbenannt. Ein Altgriechischer Gott der Unterwelt soll Februs geheißen haben, im Lateinischen heißt februare reinigen. Hintergrund dafür war, dass in der zweiten Hälfte des Monats in Rom Reinigungs- und Sühneopfer für die Lebenden und Verstorbenen stattfanden. Auch das der Februar nur 28. bzw. alle vier Jahre 29. Tage hat, liegt in der Geschichte, denn die Römer benannten zu Ehren von Kaiser Augustus den sechsten Monat in August (damals begann das Jahr im März) um, da dieser nur 30 Tage hatte, hinkte er dem Vormonat hinterher. So kürzte man vom Feber einen Tag und hängte diesen beim August an.

Die drei wichtigsten Merkmale vom zweiten Monat des Jahres sind wohl der Tag der Liebe und die Faschingszeit, gefolgt vom Beginn der Fastenzeit. Über den Valentinstag hab ich euch hier schon mal einen Beitrag zusammen gefasst, lest gerne rein. Auf den hektischsten Tag für Blumenhändler im ganzen Jahr folgt die Narrenzeit. Der Höhepunkt des bunten Treibens findet am Faschingsdienstag statt, am letzten Tag vor Beginn der Fastenzeit wird nochmals so richtig auf den Putz gehauen. Veranstaltungen & Umzüge haben meist im ganzen Land auf diesen einen Tag ihren Höhepunkt, bevor dann die doch etwas ruhigere Zeit im Jahr beginnt – die Fastenzeit. Übrigens wurde in der vorchristlichen Zeit nicht der Fasching gefeiert, sondern Winterdämonen mit lautem und lustigem Treiben vertrieben. Ebenso neigte sich der Wintervorrat zu Ende, man musste genau überlegen, was beim großen Fest auf den Tisch kam, der Rest blieb für die Fastenzeit über. Wusstet ihr, dass in Hollabrunn die Fastenzeit bereits am Rosenmontag beginnt? Grund dafür ist ein Gelübde aus der Pestzeit: um von der schrecklichen Seuche verschont zu bleiben, schwor man, die Fastenzeit zu verlängern und begann damit bereits am Rosenmontag. Mit dem Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit und dauert bis einschließlich Karsamstag an. Diese Zeit wird heutzutage gerne genutzt, um auch abseits der religiösen Bräuche abzuspecken. Auf etwas zu verzichten muss nicht immer im Zusammenhang mit Essen stehen, hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein paar davon hab ich euch als Inspiration aufgezählt:

1. Verzicht auf schlechte Gewohnheiten – der Klassiker: der Neujahrsvorsatz wurde nicht lange eingehalten, nun soll doch Schluss mit dem Rauchen sein. Warum nicht in der Fastenzeit damit beginnen?
2. Verzicht auf unnötigen Stress – seien wir uns mal ehrlich, die aufgebrummte Entschleunigung tut uns oftmals gar nicht so schlecht. Kein unnötiger Freizeitstress, keine Verabredungen, kein hetzen durch die Geschäfts – und hej, es funktioniert ohne all dem auch, das Leben dreht sich auch so weiter. Warum dann nicht die Zeit bewusst ein paar Tage verlängern?
3. Bewusster Verzicht von Nachrichten mindestens zweimal pro Woche. Ja das geht! Das klappt sogar sehr gut, auch in Zeiten von Covid geht die Welt nicht unter, wenn man mal einen Tag keine Zeitung liest, Radio hört oder die Nachrichten ansieht. Es lebt sich ohne dem einfach ruhiger.
4. Verzicht auf Fernsehen. Wie wäre es denn, statt einem Fernsehabend einfach mal ein Buch zu lesen oder früher schlafen zu gehen?
5. Verzicht auf dein Smartphone – auch das funktioniert. Such dir einen Tag in der Woche aus – idealerweise der Sonntag – wo du komplett auf dein Handy verzichtest, es einfach weglegst und ihm keine Beachtung schenkst. Viel zu sehr sind wir oft in der virtuellen Welt abgetaucht, bewusst sich eine Zeit offline zu gönnen, kann Balsam für die Seele sein. PS: Die light Version ist, zumindest einen Tag auf die Sozialen Kanäle zu verzichten 😉

Die Filmtipps – ganz im Zeichen der Liebe ♡

Auch für den Februar hab ich euch hier ein paar sehenswerte Filme aufgelistet, vielleicht findet wieder der eine oder andere einen Filmtipp – wie immer sind ein Teil der Filme auf Amazon Prime derzeit kostenlos verfügbar. ps: ja es darf ein bisschen kitschig werden, es steht auch der Valentinstag vor der Türe 🙂 (*keine Werbung)

  • The Circle
  • Boston
  • Knives Out
  • Assault on Wall Street
  • Runaway Romance
  • Feel the Beat
  • Kein Mittel gegen Liebe
  • Titanic
  • La La Land
  • Valentinstag
  • Kokowääh
  • Love – Life
  • Kein Ort ohne Dich
  • Hangover Girls
  • Before we go

Liebe geht durch den Magen – Rezepttipps für die kalte Jahreszeit

Kulinarisch soll uns im Feber auch nichts entgehen, daher hab ich euch wieder drei Rezepte für ein paar deftige Mahlzeiten zusammengefasst. Alle Rezepte wurden natürlich schon selbst gekocht/gebacken, stammen von mir oder wurde von mir verändert. Für den Februar hab ich euch als Vorspeise eine Kartoffelsuppe, als Hauptspeise eines meiner Lieblingsgerichte – Schweinsbraten und als Nachspeise eine gute Alternative zum klassischen Krapfen – nämlich die Donuts zusammengestellt. Viel Spaß beim Nachkochen 🙂

Kartoffelsuppe

Zutaten:
1-1,5kg Kartoffel
1,5 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
1 Porree
1 Jungzwiebel (oder man nimmt anstelle der Zwiebel 2-3 Jungzwiebel)
1,5-2li Gemüsebrühe
etwas Öl zum Anbraten
Salz, Pfeffer, Muskat, Chili (optional)
Petersille, Luststock, Kresse, Schnittlauch

– Öl in der Pfanne erhitzen, Zwiebel würfelig schneiden, Porree, Zwiebel und Knoblauch ebenfalls aufschneiden und in einem großen / weiten Topf alles gut goldbraun anrösten.
– Kartoffel schälen und in den Topf geben
– anschließend mit der Gemüsebrühe alles gut aufkochen und für mind. 30-45min ziehen lassen. Die Suppe kann auch leicht dahin köcheln, gelegentlich umrühren.
– Danach sollten die Kartoffel weich sein, wer möchte kann die Suppe pürieren und anschließend noch mit Gewürzen und Kräutern nach Belieben verfeinern.

Tipp: Übrigens kann man dazu auch Frankfurter, Bratwürste oder Selchwürste essen und hat gleich ein gutes Mittagessen.

Schweinsbraten

Zutaten:
1,5kg Schweinebauch
ca. 1-1,5li Gemüsebrühe
1-1,5 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1-2 Karotten
Frühlingszwiebel und/oder Porree
Salz, Pfeffer

– Den Braten mit der Schwarte nach unten in einen Bräter legen und mit heißer(!) Gemüsebrühe aufgießen, so dass der Braten ca. zu 3/4 im Wasser liegt. Anschließend in den vorgeheizten Ofen bei Heißluft 160°C 45 Minuten garen.
– Danach den Braten herausnehmen, die Schwarte rautenförmig einschneiden und verkehrt (mit der Schwarte nach oben) in den Bräter legen. Zwiebel, Knoblauch, Karotten und sonstiges Gemüse fein aufschneiden und in den Bräter dazu geben. Zum Schluss noch nach Belieben würzen.
– Den Braten in den Ofen geben und bei Heißluft 160°C 95-110 Minuten garen lassen. Wer hier einen Ofen mit Dampfstoß hat, sollte auch diese Funktion dafür nutzen, 3 Dampfstöße: 1. sofort, 2. und 3. nach jeweils 30 Minuten, so bleibt der Braten schön saftig und trocknet nicht aus, alternativ könnt ihr den Braten auch regelmäßig mit Wasser aufgießen.
– Anschließend den Braten aus dem Ofen geben, die Soße pürieren und mit Kartoffel servieren.

Donuts mit Zitronenglasur

Zutaten für den Teig:
125ml Limonade (Soda!)
330g Mehl
75g Zucker
2TL Trockengerm
4 Eigelb
50g weiche Butter
60ml Schlagobers zimmerwarm
etwas Vanillepulver
2 Pkg Vanillezucker

– Limonade bei mittlerer Hitze erwärmen – soll lauwarm sein
– Mehl, Zucker und Germ gut vermischen
– Limonade & Eigelb hinzu geben, bis alles gut vermischt ist. Danach Butter & Zucker hinzu geben und ca. 8min vermengen bis ein glatter Teig entsteht. Anschließend 1,5Std. gehen lassen.
– Den Teig ca. 1,5cm dick ausrollen, mit einem Durchmesser von 8-9cm ausstechen und auf ein Bachblech legen mit viel Abstand. Wenn gewünscht, kann man auch die Donuts in der Mitte ausstechen mit einem Durchmesser von 3-4cm. Danach wieder 30min geben lassen und anschließend bei 180°C Ober/Unterhitze backen, bis sie goldbraun sind.

Zutaten für die Zitronenglasur:
240g Staubzucker
20g flüssige Butter
Saft von 3 ausgepressten Zitronen

– alle Zutaten gut miteinander vermischen, bis eine glatte Glasur entsteht, je nach Konsistenz Saft der Zucker hinzufügen.
– die ausgekühlten Donuts in die Glasur tunkten und auf einem Gitter trocknen lassen. Nach Belieben verzieren.

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