Nachhaltigkeit im Alltag

„Es ändert doch nichts, wenn ich alleine nachhaltiger lebe.“

sagten 7 Milliarden Menschen

Kaum ein Tag vergeht, an dem man nicht über das Wort Nachhaltigkeit stolpert. Doch was bedeutet nachhaltig im Detail? Worum geht es dabei überhaupt und was steckt alles hinter diesem Wort? Gerne möchte ich euch in regelmäßigen Abständen mehr zu diesem Thema erzählen, denn es wird einen nicht unwesentlichen Teil zu unserer zukünftigen Lebensweise beitragen und in gewissen Bereichen diese auch beeinflussen. Vielleicht wird es unseren gewohnten Alltag in ein paar Jahren in der aktuellen Weise nicht mehr geben, daher können wir uns auch jetzt bereits mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen, noch mehr darüber erfahren und den einen oder anderen Teil in unserem Alltag bereits verwirklichen und/oder integrieren. Dieser und die zukünftigen Artikel sollen euch als Inspiration für eine bewusste nachhaltigere Lebensweise, Schonung der Ressourcen und unserer Umwelt dienen. Nachhaltigkeit ist schon lange kein Außenseiter mehr sondern modern, angesagt, leicht zum Umsetzen und kann auch Spaß machen!

Immer öfter wird in den letzten Jahren das Wort nachhaltig auch in der Werbebranche verwendet, viele Produkte tragen die Beschreibungen wie umweltfreundlich, fair, biologisch, regional oder saisonal, doch was verbirgt sich wirklich hinter dem Namen? So neu ist der Begriff zumindest nicht, denn nachweislich wurde er im Jahr 1713 erstmals von Hans Carl von Carlowitz in Bezug auf die Waldbewirtschaftung erwähnt und auf die Gesamtwirtschaft wurde der Begriff erstmals 1952 übertragen. In weiterer Folge hat sich die englische Version “sustainability & sustainable development” international weit verbreitet. Auch der Klimawandel ist keine neue Erfindung, gibt es ihn schon seit eh her mit Zyklen zwischen 10.000 und 100.000 Jahren. Natürlich gibt es noch den anthropogenen Klimawandel (vom Menschen gemacht) welcher zu einer Überhitzung der Planeten führt. Ein Grund dafür sind zu hohe Treibhausgase, wodurch die Durchschnittstemperatur auf der Welt seit Beginn der industriellen Revolution steigt. Das heißt, der Begriff Nachhaltigkeit zieht sehr große Kreise: vom ökologischen Fußabdruck über Umweltverschmutzung bis hin zum Klimawandel liegt der Fokus auf jetzigen und zukünftigen Handlungen. Im Bericht der Weltkommission für Umwelt & Entwicklung wurde der Begriff Nachhaltigkeit so definiert:

“Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befrieden können.”

Dies wiederum bedeutet, dass wir so überlegt handeln sollten, dass unsere vorhandenen Ressourcen geschont werden um den Zustand der Erde der Nachwelt so weiterzugeben, damit diese genau so wie wir leben können. Neben den ökologischen und ökonomischen Bereichen steht auch der soziale Bereich im Vordergrund, d.h. wir können in diesen drei verschiedenen Bereichen dazu beitragen, unser Ökosystem zum Wohle zukünftiger Generationen lebenswert zu erhalten. Wichtig ist, dass es uns bewusst wird, das JEDER einen Beitrag dazu leisten kann, auch wenn viele denken: “Meine kleinen Veränderungen bewirken nichts” mag dies schon stimmen – nur denkt jeder so, werden wir nie etwas erreichen.

Wie kann ich Nachhaltigkeit in meinen Alltag integrieren?

Zu einem nachhaltigen Alltag gehören neben Reduktion des CO2-Ausstoßes, die Energieeinsparung, der Erhalt natürlicher Ressourcen und auch die sozialen Aspekte wie Produktionsstandards und faire Löhne sowie Handel. Immer wichtiger wird es auch die Zweckmäßigkeit, die Lebenszyklen sowie die Regionalität einzelner Produkte zu überdenken. Bezieht man die drei Aspekte (ökologisch, ökonomisch und sozial) bei Handlungs- und Kaufentscheidungen mit ein, so gestaltet sich der Alltag nachhaltig. Durch bewussten Konsum hat man Einfluss auf die Umwelt, Produktion und Arbeitsbedingungen von Gütern und Dienstleistungen, CO2 Ausstoß und Ressourcenverbrauch.

Täglich können wir uns aufs Neue in vielen unterschiedlichen Bereichen für einen nachhaltigen bewussten Lebensstil entscheiden. Jeder einzelne von uns kann durch sein eigenes Handeln einen kleinen Beitrag leisten. Ein wesentlicher Punkt im Bezug auf die Nachhaltigkeit ist das Einkaufen – hier kann man schon vieles verändern. Ein paar Beispiele und Tipps für nachhaltiges Einkaufen (leichte Umsetzung) findet ihr anschließend zusammengefasst:


– REGIONAL: achte auf die Herkunft der Produkte, lies am Produkt nach, wo es her kommt. Zum Beispiel greife ich bei Joghurt und Frischeprodukten lieber zu Herstellern direkt aus meiner Region, vorzugsweise von Bauern. Hier weiß ich, woher das Produkt kommt, wie es hergestellt wird und unterstütze damit Betriebe in meiner Region. Bei einem Kauf von Joghurt aus dem Ausland ist das nicht der Fall, hier weiß man nicht wie das Produkt produziert wird, meist hat es lange Transportwege hinter sich (CO2 Ausstoß, Ressourcenbelastung) und es handelt sich um Massenproduktion (fairer Handel..). Bestellungen im Internet bei Konzernriesen sollte man sich gut überlegen, zwar spart man hier ein paar € doch unterstützt keine regionalen Unternehmen. Heutzutage haben wirklich schon sehr viele ortsansässige Firmen einen Onlineshop. Wer im Internet bestellen möchte, kann dies auch bei regionalen Betrieben.
– VERPACKUNG: auch in Zeiten von Corona lässt sich dieser Punkt umsetzen. Bei Obst & Gemüse greife ich soweit es geht lieber zu Produkten mit keiner Verpackung oder zumindest nur zu Verpackungen bestehend aus Papier. Oftmals sind Obst und Gemüse derart mit Plastik eingewickelt, dass man direkt beim Auspacken ein schlechtes Gewissen bekommt, soviel unnötiger Abfall wird bei solchen Produkten erzeugt. Dabei geht es auch ohne Verpackung. Obst & Gemüse wird vor der Verarbeitung stets gewaschen und meist gekocht, daher ist dies auch nicht unhygienisch. Wer doch lieber eine Alternative benützt, kann gerne eine Papiertüte oder einen Mehrwegbeutel verwenden. Auch verpacken die Supermärkte Wurst & Käse seit einiger Zeit in die eigenen Behältnisse. Ebenso gibt es einige regionale Geschäfte wo zB: Öle, Essig, Wein, Nüsse oder Getreide ebenfalls selbst abgepackt werden kann.
– WIEDERVERWENDEN: wie schon im vorherigen Punkt erwähnt, kann man beim Einkaufen wiederverwendbare Beutel anstelle von Einwegtüten verwenden. Damit ist aber noch lange nicht alles getan, vorallem im Bereich Bad und Hygiene lassen sich viele Produkte von Einweg auf Mehrweg austauschen. Zum Beispiel kann man statt Papiertücher Handtücher verwenden oder anstelle von Wattepads einfach waschbare Pads. Das sind tolle Alternativen zum lästigen Einweg, so spart man im Geldbörserl und belastet damit weniger die Umwelt. Einen kleinen Tipp hab ich noch zum Thema re-use: Auch Plastikverpackungen lassen sich gut wiederverwenden, zB: eignen sich Toilettenverpackung (Plastik) hervorragend als Müllsack.
– GEBRAUCHTE WAREN: Jeder von uns kennt das und hat bestimmt einige solcher Gegenstände Zuhause. Dinge die man sich irgendwann mal unbedingt kaufen musste, nie oder nur einmal verwendet hat und nun liegen sie in einer Ecke. Was tut man damit? Zum Wegwerfen ist das Produkt natürlich zu schade, daher kann man es in diversen Plattformen zum Verkauf anbieten, bei Tauschbörsen oder auch in Second Hand Shops. Ebenfalls muss es ja nicht immer die Designerjeans sein, vielleicht wird auch der eine oder andere am Flohmarkt oder eben in Second Hand Shops fündig.
– BEWUSST KAUFEN: Beste Regel beim Supermarkteinkauf: “Geh niemals hungriger shoppen.” Zu oft kaufen wir unnötige Dinge ein, die wir oft gar nicht brauchen. Daher ist es umso wichtiger, sich bewusst Gedanken für den Einkauf zu machen, oftmals hilft auch eine Einkaufsliste, damit nur notwendige Produkte gekauft werden. Wusstet ihr, dass jährlich ca. 1,3 Milliarden Tonnen an genießbaren Lebensmittel weggeworfen werden und lt. Studien innerhalb von Europa sogar pro Kopf zwischen 280 bis 300 kg. Ist das nicht schade? Daher ist bewusstes Einkaufen umso wichtiger – für unsere Umwelt und eine nachhaltige Zukunft.

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