Bewusstes Wandern durch den Süden Österreichs – die schönsten Slow Trails in Kärnten

“Wege die inspirieren, im Einklang mit der Natur”

Kärnten / Österreich. Wir im Süden von Österreich haben es ja wohl fein mit unseren schönen Seen, überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden, dem milden Klima und einen Touch vom italienischen Flair. Das klingt einfach nach einem perfekten Sommer – bald fängt auch wieder die wärmere Zeit an und wir verbringen wieder mehr von unserem Alltag im Freien. Neben bekannten Sportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen gibt es in Kärnten auch seit einigen Jahren die so genannten Slow Trails. Damit sind ruhige entspannte Wanderwege, abseits vom Alltagsstress gemeint. Mittlerweile gibt es sie schon neun Mal, jede Strecke ist max. 10 Kilometer lang und nicht mehr als 300 Höhenmeter gilt es zu überwinden. Alle Wege befinden sich in der Nähe der größten Seen: am Wörthersee, Ossiacher See, Millstätter See und Weissensee sowie auch am Pressegger See, Afritzer See und am Klopeiner See – im Sommer darf die Badehose nicht fehlen 🙂

Doch was erwartet einen nun genau auf einem so genannten Slow Trails? Wie schon erwähnt, befinden sich alle Wanderwege in unmittelbarer Nähe zu einem beliebten Badesee. Sinn dahinter ist, dass man sich vom klaren Blau der Seen begleiten lassen kann und so immer wieder neue Perspektiven und Blickwinkel auf den See erlangt. Die Seen begleiten die Wanderer auf ihren Wegen in den Wald hinein, wo das Waldbaden beginnt und die grüne Stille die Gedanken zur Ruhe kommen lässt. Jeder Slow Trail hat seinen eigenen Charakter: mal mystisch verwunschen, mal architektonisch spannend, jedoch haben alle eines gemeinsam: tolle kleine Rastplätze mit einzigartigen Aussichtsplattformen für einen umwerfenden Weitblick. Wer sich auf einen Trail begibt, erlebt die Natur mit allen Sinnen und wird mit reichlichen Eindrücken beschenkt, die durchaus süchtig nach mehr machen. Die idyllischen Landschaften zwischen stillen Bergseen und sagenhaften Mooren laden einfach zum Entspannen und Entfliehen vom stressigen Alltag ein. Über kleine Bäche, anmutende Schluchten und gemächlichen Wanderwegen hat man einen freien Blick für die Schönheit der Natur und kann reichlich Kraft an einen der zahlreichen Raststationen tanken. Hier und da entdeckt man sogar noch unberührte Uferpassagen, begleitete von einem atemberaubenden Blick auf das schöne Berg-See-Panorama der umliegenden Landschaft. Übrigens stehen die Slow Trails auch für einen achtsamen Umgang mit der Landschaft und mit sich selbst, da es sich hierbei um Kraftwege handelt, die Zeit geben für sanfte Bewegungen in einem gesunden Umfeld.

Entdecke die drei schönsten Slow Trails in Kärnten

Wer sich auf das Naturerlebnis einlässt, wird mit reichlich Eindrücken die durchaus ein bisschen süchtig machen, belohnt. Meine drei schönsten Slow Trail Wanderungen in Kärnten findet ihr nun anschließend. Mit diesen Wegen schicke ich euch auch einmal quer durch Kärnten, denn jede einzelne Region in unserem schönen Bundesland ist besonders und gehört einmal besichtigt. Los geht’s 🙂

1. Der Millstätter See – Das Juwel in Kärnten
Mittlerweile gibt es am schönen Millstätter See schon drei Slow Trails – somit findet bestimmt jeder “seinen” richtigen Weg. Der Ausflug am Slow Trail Mirnock führt durch das geheimnisvolle Mirnock-Moor, dass auch Heimat der Sage vom Mirnock Riesen und dessen unglücklicher Liebe zu einer Fischertocher ist. Am Slow Trail Zwergsee wandert man zwischen Seen und Bergen inmitten der Waldbühne umher. Der dritte Trail ist der neue Süduferweg, hier spaziert man von Bucht zu Bucht entlang dem naturbelassenen Ufer. Der Trail Mirnock eignet sich hervorragend für wunderschöne Sonnenuntergänge am Sternenbalkon oder auf der Aussichtsplattform. Wer lieber etwas ruhiger wandert, ist am Südufer bzw. Zwergseeweg genau richtig. Die Strecken sind 3,6km und 4,7km lang, dauern ca. 1Std. bis 1,5std. und sind ohne größere Anstiege. Besonders schön ist der Zwergsee: Der Weg führt vom Parkplatz Kalvarienberg in Millstatt zur Waldbühne auf der Luschan Höhe mit wunderschönen Blick auf den Millstätter See. Von dort geht es weiter zum Zwergsee, Klieberteich und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die jeweiligen Info-Stationen erzählen aus der Historie Millstatts, widmen sich manche Sagen und Begebenheiten und erklären, was es denn genau mit dem Waldbaden auf sich hat.
Tipp: Ein Erlebnis ist der Sonnenuntergang am Mirnock Trail, auch die Aussichtsplattform Waldbühne am Zwergsee ist sehenswert.

2. Wörthersee – Ein See voller Möglichkeiten
Der Slow Trail zur Römerschlucht ladet ein, die Leichtigkeit des Lebens bei malerischen Orten rund um den See zu entdecken. Der kleine Wanderweg führt vorbei am geschichtsträchtigen Römerstein und alten Waagspuren. Wer dem Weg folgt, erreicht ein kleines Paradies – den Forstsee – eingebettet in der puren Natur. Neben dem wunderschönen Wörthersee kommt man ja gar nicht erst auf die Idee, dass es in unmittelbarer Nähe noch einen zweiten See zum Bestaunen gibt. Der Forstsee kann in aller Stille umrundet werden, da man um den ganzen See marschieren, die wild romantischen Uferpartien genießen und die Gelassenheit des Ortes genießen kann. Am Rückweg liegt die Aussichtsplattform “Hohes Kreuz”, da ist ein Besuch ein absolutes Muss, denn hier erlangt man einen einmaligen Blick auf den schönen Wörthersee und das dahinterliegende Panorama. Auf diesem besonderen Weg entfaltet sich die Philosophie des Slow Trails nochmals so richtig, denn es ist die Kombination aus einer wunderschönen Bergkulisse und einem Spaziergang durch den Wald für eine tiefere Reflektion. Außerdem erhält man einen wunderschönen Blick auf die Topografie des gesamten Kärntner Zentralraumes, da man von den Karawanken bis zu den Julischen Alpen, den Karnischen und auch den Hohen Tauern bei Traumwetter die Fernsicht genießen kann.

3. Klopeiner See – Slow Trail Kitzelberg
Wer den Kitzelberg erklimmt, wird mit einem herrlichen Ausblick auf die Region Südkärnten belohnt. Die Wege auf den Berg sind jedoch verschieden, man kann entweder entlang der breiten Forststraße idyllisch durch den Wald schlendern (diese Variante ist auch für ungeübte Wanderer leicht zu handeln). Eine weitere Variante ist der etwas schwerere Aufstieg ab der Kreuzung Turnersee den Waldweg und Beschreibungen zur Aussichtsplattform folgen (kleiner Parkplatz ist vor Ort auch vorhanden). Den Rückweg kann man entweder auf dem gleichen Wege oder entlang dem Forstweg antreten. Auf ca. der Hälfte des Weges kann man inmitten den mit Schilf umwachsenen Kleinsee die Pfarrkirche Stein im Jauntal erkennen, wo auch noch heute zu Ehren der Heiligen Hildegard von Stein der Brauch des sogenannten Striezelwerfens gefeiert wird.
Tipp: Für alle Frühaufsteher ist eine Sonnenaufgangswanderung auf den Kitzelberg ein einmaliges Erlebnis das mit Sicherheit in Erinnerung bleibt.

Mehr Infos rund um alle Slow Trails in Kärnten findet ihr hier.

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