März – der Frühling naht

“Schaue nur zurück um zu sehen, wie weit du schon gekommen bist.”

Der dritte Monat im Jahr ist für mich landschaftlich gesehen kein sehr schöner Monat. Meist sind die Wiesen und Berge schon von den Schneelasten des Winters befreit, doch die blühenden Farben fehlen leider, die Felder sind kahl und alles sieht ein wenig triste und eintönig aus. Wäre da nicht die liebe Sonne, die uns bereits mit etwas mehr Sonnenstrahlen beehrt und so für einen freundlichen Gemütszustand sorgt. Die Tage werden schon wieder merklich länger, man hat nicht mehr das Gefühlt, von Sonnenaufgang bis -untergang zu arbeiten und die übrige Zeit nur in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Ende März wird auch an der Uhr gedreht, wodurch die Tage nun endgültig länger werden (die Zeit wird übrigens um eine Stunde vor gestellt). Auch der Frühlingsbeginn naht in doch recht zügigen Schritten und tritt am 20. März mit (hoffentlich!) frühlingshaften Temperaturen seinen Dienst an – womit einem doch sonnigen und angenehmen März nichts mehr im Wege steht. Mitte März jährt sich auch unser wohl außergewöhnlichstes Jahr überhaupt – ein Jahr mit Corona – irgendwie ist es doch noch immer so unfassbar, wenn man auf das letzte Jahr zurück blickt. Bis Mitte des vorigen Jahres herrschte quasi Lockdown, im Sommer gab es etwas Normalität und ab spätem Herbst wieder Lockdown, der größten Teils noch immer an hält. Von einem Leben wie vor März 2020 sind wir leider noch immer weit entfernt, ob wir alles genau so auch wieder haben wollen/sollten ist natürlich auch eine ganz andere bescheidene Frage. Ein wenig Normalität und ein gemütlicher Tratsch im Lieblingscafè – auf das freue ich mich jedenfalls schon riesig

Was erwartet uns nun alles im März?

Wisst ihr, dass der März nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt ist und nach diesem nannten ihn die Römer Maritus(lat.). Ürsprünglich versammelten sich in diesem Monat die waffenfähigen römischen Bürger auf dem so genannten Marsfeld/Märzfeld vor den Toren der Stadt, um gemustert und für ihre Feldherren ausgewählt zu werden, da in diesem Monat die Feldzugssaison begann. Auch hängt dies mit dem römischen Kalender zusammen, da ja ursprünglich das Jahr im März begann, so traten auch viele höhere Beamte mit März ihren Dienst für das kommende Jahr an. Wurde übrigens 153 v. Chr aus militärischen Gründen auf den 1. Januar vorverlegt, wodurch auch gleich der Jahresbeginn verschoben wurde.

Wie jedes Jahr findet am 8. März der internationale Frauentag statt um an die Rechte der Frauen, an Gleichberechtigung, gerechte Bezahlung und Anerkennung zu erinnern. Leider bleibt es viel zu oft nur bei diesen Veranstaltungen rund um den einen Tag im Jahr, dabei wäre es richtig, sich auch das ganze Jahr über konstant mit dem Thema zu beschäftigen. Wichtigen Punkten wie Anerkennung der Erziehungszeiten, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeiten und auch den gesundheitlichen Aspekten Gehör zu verschaffen und diese auch nachhaltig in Betrieben zu verankern. (PS: gerne könnt ihr dazu auch mehr auf meinem separaten Blogeintrag über den Weltfrauentag lesen) Ein zweiter wichtiger Gedenktag ist der Weltverbrauchertag am 15. März, engl. World Consumer Rights Day mit dem Ziel, auf die Verbraucherbelange aufmerksam zu machen. Seit 1983 wird dieser Tag jährlich gefeiert, eingeführt wurde er von John F. Kennedy um die drei grundlegenden Verbraucherrechte zu verkünden: Recht vor betrügerischer und irreführender Werbung, vor gefährlichen und unwirksamen Medikamenten und auch das Recht, aus einer Vielfalt von Produkten mit marktgerechten Preisen zu wählen. Jedes Jahr steht der Tag unter einem bestimmten Motto, voriges Jahr war es zB: der nachhaltige Konsument.

Gegen Ende des dritten Monats beginnt bereits die Osterzeit und auch die Karwoche – das erste große Fest des heurigen Jahres steht vor der Türe. Neben Pfingsten und Weihnachten ist Ostern eines der Hauptfeste im Kirchenjahr, denn am Ostersonntag feiern Christen auf der ganzen Welt die Auferstehung von Jesus Christus. In den ersten Jahrhunderten der christlichen Kirchengeschichte wurde in der Osternacht (von Karsamstag auf Ostersonntag) dem Leiden und der Auferstehung Jesus gedacht, bis sich ab dem vierten Jahrhundert die Dreitagefeier festsetzte, welche sich vom Gründonnerstag über Karsamstag bis hin zum Ostersonntag erstreckt. Mit dem Ostersonntag endet auch die Fastenzeit und gleichzeitig wird die 50-tägige Osterzeit bis Pfingsten eingeleitet. Die Osterzeit und besonders die Karwoche sind natürlich auch von etlichen Bräuchen geschmückt, welche bereits eine Woche vor Ostern mit dem Palmsonntag beginnen. Bei der Palmweihe wird mit dem sogenannten Palmbuschen – ein Strauß aus Palmkätzchen verziert mit einem farbenfrohen Band- der Einzug Jesu nach Jerusalem gehuldigt. Besonders beliebt ist auch das Eierfärben, dies hat eine lange Tradition, denn früher wurden die Eier gefärbt, um die gesegneten von den nichtgesegneten zu unterscheiden. Heutzutage ist es für Groß und Klein eine unterhaltsame vorösterliche Beschäftigung, denn Ostern ohne gefärbte Eier kann man sich gar nicht mehr vorstellen. Die Speisensegnung, auch die Fleischweihe genannt ist vor allem in südlichen Bundesländern von Österreich strikte Tradition – so auch bei uns in Kärnten – ungeweihtes Fleisch gibt es nicht am Esstisch. Im Weihkorb befinden sich das Fleisch, Eier, Kren, Brot und ein Stück Reindling darf auch nicht fehlen.

Neben den kulinarischen Bräuchen gibt es auch allerhand zu erleben. So bleibt zum Beispiel das Kirchengeläut von Gründonnerstag bis Karsamstag stumm, da der Überlieferung zufolge die Glocken nach Rom geflogen sind. Stattdessen ziehen Kinder mit den sogenannten Ratschen (übrigens sind die Ratschen in der Karwoche seit 2015 UNESCO immaterielles Kulturerbe in Österreich) durch die Dörfer und sagen Sprüche auf. Auch auf eine lange Tradition kann das Osterfeuer zurückblicken, es gilt als Symbol für die Wiederauferstehung von Jesus und das Vertreiben des Winters. Tipp: Wenn es das Wetter zu lässt, sollte man durchaus den Abend irgendwo auf dem Berg verbringen und die kleinen funkelnden Punkte quer durch die Landschaft bestaunen. Noch ein besonderer Brauch findet in Gösseling bei Launsdorf seit über 50 Jahren statt, nämlich das Fackeltragen.

Tipps für den März

Anstelle der Filmtipps gibt es dieses Mal ein paar Tipps für mehr Sonne und Bewegung. In den letzten Monaten haben wir viel Zeit indoor verbracht, nun ist es wieder an der Tagesordnung, mehrere Stunden im Freien zu verbringen.

  • Die Wandersaison steht schon in den Startlöchern: Gewand ausmisten und Schuhe schon mal bereit stellen
  • Sporteinheiten wieder nach draußen verlegen
  • Garten, Terrasse oder Balkon wird allmählich wieder fit gemacht – die einen oder anderen bunten Blümchen dürfen schon einziehen
  • Das Fahrrad darf wieder aus dem Keller geräumt werden
  • Mittagspause kann ab nun auch wieder im Freien verbracht werden

Rezepte für die Fastenzeit und etwas Traditionelles

Ein paar kalorienarme Rezepte für die Fastenzeiten dürfen natürlich nicht fehlen, ebenso auch nicht das Rezept für den traditionellen Kärntner Reindling – wünsche gutes Gelingen 🙂

leichte Tomatensuppe

Zutaten:
500g Tomaten
2-3 Kartoffel
1-2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bund frische Kräuter wie Petersille, Kresse, Schnittlauch (alternativ: eingefrorene Kräuter)
1,5li Gemüsebrühe
etwas Öl zum Anbraten
Salz, Pfeffer, Muskat, Chili (optional)

– Öl in der Pfanne erhitzen, Zwiebel würfelig schneiden und Knoblauch ebenfalls aufschneiden und in einem großen / weiten Topf alles gut goldbraun anrösten.
– Kartoffel schälen und mit den Tomaten in den Topf geben
– anschließend mit der Gemüsebrühe alles gut aufkochen und für mind. 45min ziehen lassen. Die Suppe kann leicht köcheln, gelegentlich umrühren.
– danach sollten die Kartoffel weich sein. Kräuter klein hacken und in die Suppe geben, anschließend alles gut pürieren und mit Gewürzen verfeinern.

Tipp: Wer die Suppe noch cremiger möchte, kann ein wenig Sahne hinzugeben.

Spinat-Tomaten-Topfen Quiche

Zutaten Teig:
125g Topfen 40% F.i.T
1 Dotter
125g glattes Mehl
1 Prise Salz
2EL Olivenöl

– alle Zutaten mit dem Knethaken zu einem Teig verarbeiten der einfach per Hand den Teig zu einer Kugel formen.
– in Frischhaltefolie einpacken und für ca. 30min im Kühlschrank rasten lassen
– anschließend die Form mit Butter einfetten, den Teig darin gleichmäßig ausbreiten und den Rand hoch ziehen.
– Bei 180° Ober/Unterhitze für etwa 8-10min vorbacken.

Zutaten Füllung:
3 Tomaten
150g Spinat
4-5 Champignons groß
1 Zwiebel
2EL Olivenöl
150g Topfen
250g Sauerrahm
3 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat
1 kleiner Bund Petersilie

– Zwiebel, Tomaten und Champignons klein hacken und mit Öl kurz anbraten. Zum Schluss den Spinat hinzu geben und ca. für 2-3min braten lassen.
– Danach alle Zutaten in einer Schüssel vermischen, mit Gewürzen und Kräutern verfeinern.
– Die Masse auf den vorgebackenen Teigboden geben und bei 170° im vorgeheizten Backrohr für ca. 37-40 min backen lassen.

Kärntner Reindling

Zutaten Teig:
30g Germ
55g Zucker
2Pkg. Vanillezucker
250ml lauwarme Milch
500g griffiges Mehl
60g Butter
1 Ei
2 Dotter
5g Salz
etwas Rum
1TL Zimt
1-2 abgeriebene Zitronen

– Germ, 1 Prise Zucker, 1 Prise Mehl und etwas lauwarme Milch zu einem Dampfl (Vorteig) schlagen und an einem warmen Ort mind. 20min rasten lassen.
– Danach die übrigen Zutaten vermengen, gut verrühren/verkneten und an einem warmen Ort zugedeckt mind. 50min rasten lassen. Danach sollte der Teig sichtlich aufgegangen sein.
– Teig zusammenschlagen und zu einem Rechteck ausrollen.

Zutaten Füllung:
60g Butter
1TL Zimt
1EL Rum
60g Rohrzucker
120g Rosinen
60g Nussfüllung
80g Honig

– den Teig mit Butter/Rum Gemisch bestreichen und mit Zimt/Zucker Gemisch bestreuen. Danach die Nussfüllung und die Rosinen auf den Teig geben und mit Honig nochmals beträufeln.
– Teig einrollen und in die befettete Form geben, mit Butter bestreichen und nochmals ca. 20min rasten lassen.
– Danach bei 155° Heißluft 50min backen

Tipp:
Immer darauf achten, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, ist besonders bei Germteigen wichtig, da der Teig sonst nicht aufgeht.





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